Das Gebäude des heutigen Gymnasiums „Dr. Konrad Duden“ wurde 1909 als neues Domizil des Fürstlichen Landesseminars eingeweiht. Es handelte sich dabei um eine Schule, in der Volksschullehrer ausgebildet wurden.

Das neue Gebäude des Lehrerseminars im Jahr 1909.
Foto: Heinrich Körner

Der Standort des Hauses wurde übrigens auch gewählt, weil man einen guten Blick auf das Schloss hatte.

Die Grundsteinlegung fand am 12. Juli 1907 im Beisein des Erbprinzen Heinrich XXVII. Reuß j. L. statt. Dem Seminardirektor und seinem Lehrerkollegium war bei der Errichtung des neuen Hauses und dessen Einrichtung weitgehende Mitbestimmung eingeräumt worden. Die Baupläne entwarfen Oberbaurat Uber und Baurat Herrmann aus Berlin. Die Bauarbeiten wurden zum großen Teil dem Schleizer Baumeister Otto Handmann übertragen. Die Erledigung der Tischlerarbeiten übertrug man der hiesigen Firma Karl Geisenheiner & Sohn.

Blick von der Heinrichstadt auf das Reform-Realgymnasium mit Deutscher Aufbauschule vor 1945. Über dem Haupteingang ist noch das reußische Wappen zu erkennen. Dieses wurde um 1950 entfernt.
Foto: Richard Schilling

Die feierliche Einweihung des neuen Gebäudes fand am 19. Oktober 1909 statt. Über die Bauzeit geben die beiden Jahreszahlen über dem Fürsteneingang (L.-Jahn-Straße) Auskunft.

1923 wurde das Landesseminar aufgelöst und das Gymnasium zog vom Rutheneum in die frei werdenden Räume an die Hofer Straße. Seitdem ist es an diesem Standort ansässig. Jedoch änderte sich der Name immer wieder. So wurde die höchste Bildungseinrichtung der Stadt 1922 zum Reformrealgymnasium, 1928 zum Reformrealgymnasium mit Deutscher Aufbauschule, 1939 zur Staatlichen Oberschule, zur Erweiterten Oberschule und schließlich wieder zum Gymnasium.

Blick in die Aula des Lehrerseminars bzw. Gymnasiums in der Zeit vor 1945
Die Orgel wurde nach 1945 demontiert.

1961 erhielt die Schule den Ehrennamen „Dr. Konrad Duden“.

Ab 1950 war auch die Kommunale Berufsschule für fast 45 Jahre mit in diesem Haus untergebracht.