Im Jahr 1284 übertrug Landesherr Otto von Lobdeburg das Patronat der Schleizer Pfarrkirche an den Deutschen Orden, der am heutigen Kirchplatz einen Komturhof einrichtete. Direkt daneben wurde der erste Bau der Stadtkirche St. Georg errichtet.

Ihr Patrozinium verdankt sie dem Deutschen Orden. Im 14. Jahrhundert wurde sie auch St.-Jürgen-Kirche genannt.

Im Laufe der Jahrhunderte fiel die Stadtkirche vielen Stadtbränden zum Opfer. Sie wurde insgesamt siebenmal aufgebaut.

Der heutige Bau entstand nach dem Stadtbrand 1689, der Turm nach dem Stadtbrand 1837. Ihre letzte Zerstörung erlitt sie am 8. April 1945, wonach sie repariert wurde.

Seit 1533 ist die Kirche evangelisch.

Eine Besonderheit ist ihr einst über die Stadtmauer hinausragende Chor. Das Innere prägt hauptsächlich der barocke Altar von 1723.

Außerdem sehenswert sind der Fürstenstand mit dem fürstl.-reußischen Wappen sowie zwei Wappen der Stadt Schleiz aus der Zeit um 1700.

Aus der 1856 abgebrannten Nikolaikirche haben die aus dem Mittelalter stammende Kreuzigungsgruppe, eine Pietà und ein Teil eines Magdalenenaltars hier eine neue Heimstatt gefunden, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in der Wolfgangskapelle untergebracht waren.

Besichtigungen der Stadtkirche sind auf Anfrage in der Stadtkirchnerei möglich.