
Foto: Photo Körner
Das Wisentahaus hat eine überaus bewegte Geschichte. Gebaut werden sollte es als Landwirtschaftsschule mit Internat und Viehauktionshalle.
Doch während der Bauarbeiten bestimmte die NSDAP, dass sie dort mit ihrer Kreisleitung einziehen wird, worauf die Baupläne geändert werden mussten. Ende 1936 wurden die ersten Räume des Wisentahauses bezogen.
Die hinter dem Wisentahaus geplante Viehauktionshalle wurde durch eine Veranstaltungshalle mit zirka 1.000 Plätzen ersetzt. Diese erhielt den Namen Wisentahalle.
Am 8. April 1945 wurde die Wisentahalle bei einem Bombenangriff komplett zerstört. Das Wisentahaus wurde am stadtseitigen Flügen stark beschädigt.

Foto: Heinz Tiersch
Nach 1945 wurde es ein Haus der SED und der sozialistischen Massenorganisationen. Das Gebäude wurde repariert. 1952 tauschten der Rat des Kreises und die SED die Gebäude und die anderen Organisationen bekamen neue Quartiere. Seitdem befindet sich in diesem Haus ununterbrochen der Sitz der Kreisverwaltung.

Das Wisentahaus heute. Im Jahr 2027 kann hier das Jubiläum „75 Jahre Sitz der Kreisverwaltung“ gefeiert werden.
Foto: Juergen K. Klimpke
Ebenfalls 1952 wurde auch der Neubau der Wisentahalle fertiggestellt. Dieser erhielt bei der Einweihung den Namen „Ernst-Thälmann-Kulturstätte“. 1990 erfolgte die Rückbenennung in Wisentahalle. 2004 musste sie einem Bürogebäude des Landratsamtes weichen und wurde abgerissen. Ein Neubau der Wisentahalle erfolgte kurz darauf in unmittelbarer Nachbarschaft durch die Kreissparkasse Saale-Orla.